CARE in Krisenzeiten
“Care” stammt aus dem Englischen und bedeutet „Sorgfalt, Betreuung, Pflege, Fürsorge“. Im deutschsprachigen Raum kennt man dies eher als psychologisches Notfallteam oder Kriseninterventionsteam.
Bei Amok- oder Terrorlagen aber auch bei Katastrophen werden beispielsweise Kriseninterventionsteams (KIT) des Rettungsdienstes tätig. Diese speziell ausgebildeten Personen sind für die psychologische Betreuung von betroffenen Menschen zuständig.
Umfassendes „Care“ bedeutet für uns, den Menschen in der Krise als Ganzes wahrzunehmen – dazu zählt beispielsweise die Beherbergung, die Verpflegung und vor allem psychologische Betreuung. Weitere wichtige Aspekte sind die Abschirmung vor Medien und der Öffentlichkeit, der regelmäßigen Informationsaustausch mit betroffenen Personengruppen, die Festlegung einer kompetenten Ansprechperson für etwaige Fragen und die Unterstützung bei der Stressbewältigung für Betroffene aber auch IHRER KRISENORGANISATION.
Care kann im wesentlichen in 4 Bereiche unterteilt werden:
- psychologische Betreuung
Mitglieder des Care Teams müssen in psychosozialer Nothilfe ausgebildet sein, sie unterstützen in der Erstphase potentiell traumatisierte Betroffene und schätzen ein, ob die Betroffenen weitere professionelle Hilfe benötigen. Meist öffnet man sich einem bekannten Gesicht, einer Kollegin / einem Kollegen eher, als einer fremden Person. Was in einigen Branchen, wie beispielsweise der Luftfahrt bereits Standard ist, fehlt in Anderen noch…
- Interne Kommunikation, Kommunikation mit Angehörigen
Psychosoziale Hilfe ist wichtig. Interne Kommunikation aber auch. Das Care Team muss sicherstellen, dass nicht nur mit der Öffentlichkeit kommuniziert wird, sondern auch die MitarbeiterInnen sowie Angehörige alle wichtigen Informationen erhalten. Eine betriebsinterne Anlaufstelle, die auf Fragen und Bedürfnisse der Angestellten angemessen reagiert, ist daher von großer Bedeutung.
- Schutz und Abschirmmaßnahmen
Die Öffentlichkeit zeigt in Krisenzeiten vermehrtes Interesse an Informationen und Bildern von betroffenen Personen. Auch Medien stehen unter Druck, dem Leser „etwas zu bieten“. Daher ist es von enormer Bedeutung, gut abzuschirmen und zu schützen. Betroffene Menschen können sich in dem Moment meist nicht selbst schützen – Sie können es!
- Stressmanagement
In Krisen sind auch Ihr Krisenstab und Ihr Management enormen Stress und psychischen Belastungen ausgesetzt. Stressreaktionen können den Krisenverlauf maßgeblich beeinflussen. Entscheidungsträger kennen ihre Leistungsgrenzen im besten Fall – auch hier kann das Care Team helfen, die Belastung mit verschiedenen Bewältigungsstrategien so gering wie möglich zu halten.