3K-Prinzip im Krisenmanagement

In schwierigen oder unsicheren Zeiten kommt es weniger auf Titel, offizielle Kanäle oder gar Hierarchien an – sondern darauf, die richtigen Menschen persönlich zu kennen. Wenn eine Krise eintritt, funktionieren formale Strukturen oft nur eingeschränkt bzw. sehr langsam. Dann zählt:

  • Wer ist kompetent?
  • Wer ist verlässlich?
  • Wer kann schnell entscheiden?
  • Wen kann ich direkt anrufen, ohne Umwege?

Warum ist das wichtig?

In Krisen sind mehrerer Faktoren entscheidend. Zeit, Netzwerk und Vertrauen sind eine der Wichtigsten. Wer die zuständigen Personen (intern & extern) kennt, spart sich Abstimmungsschleifen, langwierige Freigabeprozesse und kann so auf „kurzem Dienstweg“ vielleicht auch schon wichtige Themen abarbeiten bzw. klären. Offizielle Strukturen beispielsweise bei öffentlichen Stellen, Einsatzkräften oder gar Medien können möglicherweise träge sein. Persönliche Kontakte sind oft flexibler und können mitunter auch Eskalationen verhindern, beispielsweise mit VertreterInnen der Presse / Medien. Persönliche Beziehungen schaffen aber auch Vertrauen – dies ist besonders wichtig, wenn Unsicherheit oder zu Beginn noch die „Chaosphase“ herrscht.

Auch in politischen Krisen zeigte sich dieses Prinzip – etwa während der Kubakrise, als direkte Kommunikationskanäle zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow entscheidend zur Entspannung beitrugen.

„In der Krise Köpfe kennen“ heißt für Sie:

  • Kompetenzträger bzw. Partner für mögliche Krisenszenarien identifizieren
  • Netzwerke und persönliche Beziehungen aufbauen, bevor die Krise kommt
  • Vertrauen aufbauen, pflegen und erhalten

Daher ist Vernetzung und Austausch, auch beispielsweise gemeinsame Übungen in ruhigen Zeiten, ein wertvoller Garant für einen gelingenden „Einsatz“. Auch regelmäßige Meetings, Begehungen von Standorten oder einfach ein „informeller“ Kaffee“ trägt dazu bei!