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 In MKI - Monatliches Kriseninterview

Mit unserer Interviewserie „Das monatliche Kriseninterview – MKI“ möchten wir Bewusstsein bilden, Erfahrungen vermitteln und die Sichtweisen unserer Interviewpartner aus unterschiedlichsten Bereichen und Ländern wiedergeben – Denn keine Krise gleicht der anderen! Wir haben mit FH-Prof. DI Martin Langer unser Interview für Februar geführt.

Krisen zeigen sich auf unterschiedlichen Ebenen

Emerisis: Was heißt für Sie Krise?

FH-Prof. DI Martin Langer: Krisen zeigen sich auf unterschiedlichen Ebenen – der persönlichen Ebene, der Ebene einer oder mehrerer Organisationen oder auf Ebene der Gesellschaft insgesamt. Ich möchte mich dem Thema von zwei Seiten nähern: Einerseits dem Anspruch Krisen gar nicht aufkommen zu lassen und proaktiv zu versuchen mit vernünftigem Aufwand Krisen zu verhindern. Andererseits sind Krisen für mich auch Chancen. Nämlich die Chance jetzt alle die Themenstellungen anzugehen, die in die Krise geführt haben und deren Lösung vorher – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich waren. Wir leben in einer Welt, in der alles immer perfekt sein soll und übersehen dabei, dass Krisen zum Leben dazugehören. Am besten beschreibt das aus meiner Sicht Max Frisch mit seinem Zitat  „Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen“.

Aus dem bekannten Fahrwasser aussteigen

Emerisis: Was ist für Sie das Wichtigste in einer Krise?

FH-Prof. DI Martin Langer: Das lässt sich ganz einfach mit kritischem Hinterfragen, Reflexion und einem strukturierten methodischen Vorgehen zusammenfassen. So ist es oft ganz entscheidend in einer persönlichen Krise, dass ich neue Sichtweise erhalte und aus Mustern aussteigen kann. Ebenso ist es auf Ebene einer Organisation beispielsweise notwendig, neue Wege im Marketing zu beschreiten, andere Produktlinien zu designen, etc. Das Wesentliche ist also aus dem bekannten Fahrwasser, aus dem Tagesgeschäft auszusteigen und strukturiert und methodisch zunächst die Problemlagen zu verstehen, dann Handlungsoptionen zu erarbeiten und diese beherzt umzusetzen. „Beherzt“ meint in diesem Zusammenhang couragiertes Vorgehen, das klares Denken und geistige Wendigkeit, gepaart mit starkem Willen, Mut, Selbstvertrauen und einem ethischen Empfinden umfasst.

Es gilt neue Wege zu beschreiten

Emerisis: Wie kommt man am besten aus einer Krise?

FH-Prof. DI Martin Langer: Die Krise ist kein Loch, wo ich hineingerate und wo ich dann am besten mit dem gleichen Weg, mit dem ich hingekommen bin, wieder zum Ausgangspunkt zurückkehre. Das Gegenteil ist der Fall, es gilt neue Wege zu beschreiten. Die Krise ist ein Labyrinth, in das ich hineingesetzt wurde. Abhängig von der Aufgabenstellung muss ich nun neue Lösungswege entwickeln. Da gibt es kein Patentrezept, außer sich kritisch zu hinterfragen und „out of the box“ zu denken und andererseits methodisch und strukturiert vorzugehen.

FH-Prof. DI Martin Langer ist Studiengangsleiter an der FH Campus Wien für Integriertes Sicherheitsmanagement, Integriertes Risikomanagement, Risk Management and Corporate Security. Bildquelle: FH Campus Wien

Link zur FH Campus Wien und dem Studienlehrgang

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