class="post-template-default single single-post postid-8342 single-format-standard mk-boxed-enabled cookies-not-set _masterslider _msp_version_3.1.1 wpb-js-composer js-comp-ver-5.0.1 vc_responsive" itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/WebPage" data-adminbar="">
 In Allgemein

Katastrophenschutz: Wir sind BürgermeisterIn!

Was geht mich das an? Ist das nicht Gemeinde Sache?

Die Ereignisse der letzten Wochen in weiten Teilen Österreichs haben die Diskussion rund um den Katastrophenschutz wieder entfacht. Berichte über Schneechaos, Evakuierungen, Straßensperren, Stromausfälle über mehrere Tage und Versorgungsengpässen waren an der Tagesordnung. Viele der betroffenen Bürgermeister sind von den katastrophalen Zuständen in ihrer Gemeinde überrascht worden. Vielerorts gab es zum Zeitpunkt der Katastrophe keine oder nur dürftig vorbereitete Notfallpläne. Unsere serviceorientierte Gesellschaft war damit schlicht überfordert.

Eigenverantwortung, auch im Jahr 2019!

Der erste Schritt – einfach mal Gedanken machen. Was braucht jeder Einzelne, was kann ICH selbst dafür tun um vorbereitet zu sein. Vorbereitet, um einige Tage auf mich gestellt zu sein. Kein Supermarkt, keine Apotheke,…. Und dann noch die Frage: “Was kann ich von anderen, von der Gemeinde, von der Feuerwehr überhaupt erwarten. Erwartet man vielleicht zuviel?
JETZT, wo der Alltag wieder einkehrt in den betroffenen Gemeinden. Erst JETZT werden die vorhandenen Katastrophenpläne evaluiert. Ist das nicht ein wenig spät? Muss erst immer etwas passieren? „JETZT werden Gelder locker gemacht…“ klagen die betroffenen Bürger. Bei uns ist sowas noch NIE passiert!! Eine typische österreichische Einstellung – Oder etwa nicht?

Doch Wer hat Was Wann und Wie im Katastrophenschutz zu tun?

In zahlreichen Landesgesetzen ist der Katastrophenschutz fest verankert wie beispielsweise im NÖ Katastrophenhilfegesetz. In diesem Gesetz ist für Niederösterreich der Katastrophenschutz auf Gemeindeebene regelt. Lt. §7 des Gesetzes sind Katastrophenschutzpläne für JEDE Gemeinde mit folgenden Inhalten zu erstellen:

-) Absehbare Katastrophen durch eine Gefahrenanalyse (Eintrittswahrscheinlichkeit & Auswirkung)
-) Angabe der Maßnahmen, die zur Vorbereitung und Durchführung von Schutz- und Hilfsmaßnahmen zur Katastrophenbewältigung zu treffen sind, einschließlich der Maßnahmen des Selbstschutzes,
-) Aufzählung der Hilfseinrichtungen im Katastrophenfall (Feuerwehr, Rotes Kreuz,…)
-) Die Katastrophenschutzpläne sind zumindest aber alle 3 Jahre, auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen, erforderlichenfalls zu überarbeiten und auf den neuesten Stand zu bringen.

Sieht man das Ganze auf „Bürgerebene“ so ist die Gemeinde verpflichtet die Bevölkerung über die Schutzmaßnahmen, die sie getroffen hat zu informieren. Hierbei wird Hauptaugenmerk auf Selbstschutz durch beispielsweise Notbevorratung gelegt. Betrachtet man nun die Katastrophen aus der Vergangenheit wie Jahrhundert-Hochwasser, Jahrhundert-Sturm, so kann sich jeder selbst ein Bild machen, wo noch Nachholbedarf ist…

Leider leben wir derzeit in einer serviceorientierten Gesellschaft und sind es gewohnt das rasch Hilfe kommt. Man wählt den Notruf und übergibt die Verantwortung den Einsatzkräften. Dass die Hilfe im Katastrophenfall jedoch auch länger dauern kann, wird oft vergessen oder verdrängt… Katastrophenschutz geht uns ALLE an!!

Recent Posts

Start typing and press Enter to search