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 In Allgemein, K-Rückblick

Die Amokfahrt vom 20. Juni 2015 traf die steirische Hauptstadt mitten ins Herz. „Die Amokfahrt eines Einzeltäters durch die Grazer Innenstadt forderte drei Menschenleben, darunter ein vierjähriges Kind. 36 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Hunderte PassantInnen und Geschäftsleute und deren MitarbeiterInnen erlitten einen schweren Schock!“ Mit den Worten beginnt die gemeinsame Erklärung der Grazer Stadtregierung. 

Der Täter ist laut Augenzeugen mit rund 100 km/h durch die Herrengasse auf der Höhe des Hauptplatzes gerast, wo sich mehrere Cafés befinden. “Wir dachten zuerst an eine Schießerei, da der Wagen auch mehrere Sessel erfasst hat”, berichtete eine Augenzeugin. Unter den Passanten herrschte Panik, die Menschen versuchten sich in die Gebäude zu retten. Von zahlreichen Zeugen der Amokfahrt wurde beschrieben, dass der Amokfahrer absichtlich nicht die Fahrbahn oder das Gleisbett der Straßenbahn gewählt hatte. Er fuhr mit seinen Wagen zielgerichtet auf den relativ schmalen und von Fußgängern stark frequentierten Gehbereich entlang der Einkaufsgeschäfte. Dabei durchfuhr er auch ein paar gut besuchte Schanigärten. Dort verursachte er auch die meisten Verletzten (einige davon schwer) sowie zwei der drei Todesopfer (einen 4-jährigen Buben und eine 53-jährige alleinlebende Grazerin, die erst Wochen nach der Fahrt identifiziert werden konnte). Außerdem gaben die Zeugen übereinstimmend an, dass er noch stark beschleunigt hatte. Zeugen erklärten jeweils, dass der Fahrer bei seiner Fahrt sogar gelacht habe, als er in die Menschenmenge fuhr. Die Amokfahrt begann um ca.12:15 Uhr wobei der Fahrer vorsätzlich Fußgänger und Fahrradfahrer an- und überfuhr. Während seiner Amokfahrt sprang der Fahrer außerdem vor einem Supermarkt kurz aus dem Auto, griff zwei Menschen mit einem Messer an und verletzte diese teils schwer. In der Schmiedgasse auf Höhe der Polizeiinspektion beendete er schließlich die Fahrt und konnte von der Polizei festgenommen werden. 

Der Täter wurde am 29. September 2016 entgegen der Mehrheitsmeinung der Gutachter vom Geschworenengericht einstimmig für zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig befunden und wegen dreifachen Mordes und 108-fachen Mordversuches zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, der Augenzeuge der Amokfahrt war, bezeichnete das Ereignis als „traurigsten Tag für Graz“.


Links:
https://web.archive.org/web/20150622202311/
http://www.graz.at/cms/beitrag/10251853/1618648/
https://www.sn.at/panorama/oesterreich/amokfahrt-in-graz-drei-opfer-kaempfen-noch-um-ihr-leben-2382667
https://de.wikipedia.org/wiki/Amokfahrt_von_Graz

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