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 In Allgemein, K-Rückblick

Völlig unerwartet unterbrach der Österreichische Rundfunk (ORF) am Abend des 26. Mai 1991 das Programm, als Nachrichtensprecher Hans Georg Heinke in einer Zeit im Bild-Spezialsendung die Botschaft verlas, dass eine Boeing 767-300ER der Lauda Air mit dem Taufnamen „Mozart“ kurz nach dem Start vom Flughafen Bangkok abstürzteAlle 223 Personen an Bord, 213 Passagiere und 10 Besatzungsmitglieder, verloren dabei ihr LebenDie Maschine war auf dem Weg von Hongkong nach Wien, und legte in Bangkok einen planmäßigen Zwischenstopp ein. Hauptsächlich waren Österreicher, Deutsche, Schweizer, Franzosen und Hongkong-Chinesen an Bord. Viele befanden sich auf dem Heimflug von einem Urlaub in Thailand; einige waren geschäftlich unterwegs. 5 Minuten und 45 Sekunden nach dem Abheben bemerkte der Copilot eine optische Warnung, die auf eine möglicherweise bevorstehende Aktivierung der Schubumkehr hinwies. 3 Minuten und 30 Sekunden lang diskutierten der Pilot und der Copilot über diese Anzeige, sie schlugen auch im Handbuch nach, wie man auf diese Anzeige reagieren solle. Da dort jedoch vermerkt war, dass kein Eingreifen notwendig ist (da die Schubumkehr nur während einer Landung verwendet wird – und dies lag nicht vor) und die Anzeige selbstständig erlosch, schenkten die Piloten der Anzeige keine weitere Aufmerksamkeit. 15 Minuten nach dem Start öffnete sich jedoch die Schubumkehr am linken Triebwerk. Der plötzliche einseitige Schubverlust und weitere aerodynamische Effekte führten zum Strömungsabriss. Die Boing 767 mit 223 Passagieren brach in einer Höhe von knapp 1219,2 Meter auseinander und stürzte ab.

Zitat caboruivo.ch: “Im Falle von Lauda Air-Flug 004 hätte das betroffene Flugzeug längst nicht mehr im Einsatz hätte stehen sollen, wenn die Wartungsabteilung der österreichischen Fluggesellschaft die Regeln und Normen befolgt hätte.“ Als Ursache wurde festgestellt, dass die Schubumkehr des linken Triebwerks tatsächlich ausgefahren war. Ungewollte Aktivierung der Schubumkehr im Flug galt laut Handbuch bei bestimmten Verkettungen von Fehlern als möglich. Boeing und die US-Luftfahrtbehörde FAA hatten jedoch die für diesen Fall vorgesehenen Maßnahmen und ihr Training am Flugsimulator für ausreichend gehalten, um die Kontrolle über das Flugzeug aufrechterhalten zu können. Ein fataler Fehler wie sich später herausstellte! 

Der zweite Akt des Dramas bildete die Bergung und die Untersuchung durch die thailändischen Behörden. Den Leichen wurde während der Bergung, Bargeld und Schmuck gestohlen. Der Untersuchungsbericht setzte falsche Prioritäten und war insbesondere im Bereich der Wartung von mangelnder Recherche geprägt. So wurde durch einen zweiten, in Österreich in Auftrag gegebenen Bericht zum Absturz von Lauda Air-Flug 004 publik, dass die Fehlermeldung, welche die Auslösung der Schubumkehr auslöste, in der betreffenden Maschine bereits mehrmals aufgetreten war. Maßnahmen der Lauda Air-Techniker lösten das Problem nicht, die in diesem Falle erforderliche Konsultation des Herstellers Boeing fand jedoch nicht statt, was den Regeln und Normen widerspricht. (caboruivo.ch)


Links:
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lauda-Air-Flug_004
Caboruivohttp://caboruivo.ch/2013/11/01/lauda-air-flug-004-wie-fahrlaessigkeit-zum-unglueck-fuehrte/

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